Borreliose – Symptome nach Zeckenbiss

Borreliose – Was ist das?

Unter Borreliose werden viele Infektionskrankheit zusammen gefasst, die durch die Borrelie (Spirochäten) Bakterien ausgelöst werden. Diese Krankheiten kommen sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und auch bei Tieren wie z.B. Hunden vor. Die bekanntesten Borreliose Krankheiten sind die Lyme-Borreliose und das Rückfallfieber, wobei das Rückfallfieber in Europa sehr selten vorkommt. Wenn man in Europa von Borreliose spricht, so handelt es sich in der Regel um Lyme-Borreliose.

Borreliose oder auch Lyme-Borreliose

Die die Lyme-Borreliose verursachende Borrelien-Art wurde erstmals 1981 in Lyme (USA) nachgewiesen. Je nach Verbreitungsgebiet tragen ca. 5-35% der Zecken die Borrelia Bakterien mit sich. Dabei sind ca. 20% der Erwachsenen (Adulten) Zecken befallen, da sie in ihrem Leben bereits mehr Blutmahlzeit hatten. Bei den Nymphen sind es lediglich 10% und bei den Larven ca. 1%, die von den Borrelien Bakterien befallen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in Deutschland nach einem Zeckenstich mit Borreliose infiziert liegt bei ca. 1,5-6%, tatsächlich krank werden jedoch nur 0,3-1,4% der von einer Zecke gestochenen Menschen.

Wie wird Borreliose übertragen?

Die Übertragung erfolgt durch Parasiten, in den meisten Fällen durch Zecken. Borreliose ist in Europa die von Zecken am meisten übertragene Krankheit. Allerdings wird Borreliose nicht von allen Zeckenarten übertragen. In den meisten Fällen handelt es sich um den gemeinen Holzbock (Ixodes Ricinus). Viele Tiere tragen diese Insekten in ihrem Fell mit sich. Dazu gehören Feldmäuse, Spitzmäuse, Rotwild, Maulwürfe, Beutelratten, Stinktieren, Wiesel, Eichhörnchen, Pferde und Füchse.

Zecken infizieren sich mit den Borrelien Bakterien in der Regel von bereits erkrankten Tieren durch eine Blutmahlzeit, jedoch bricht die Borreliose bei Zecken nie aus. Die Borrelien Bakterien vermehren sich im Darm der Zecke und werden anschließend durch die Zecke bei einem Stich übertragen. Allerdings geschieht die Übertragung nicht sofort bei dem Stich, sondern erst bei einer Blutmahlzeit, die nach ca. 16 bis 24 Stunden beginnt. Die Gefahr mit Borreliose infiziert zu werden ist sehr gering, wird die Zecke nach weniger als 24 Stunden entfernt so fällt das Risiko noch weiter.

Borreliose Symptome

Im Anfangsstadium der Borreliose Krankheit gibt es oft Grippeähnliche Symptome, zu denen Nackensteife, Schüttelfrost, Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen gehören können. Das bekannteste Symptom der Borreliose Erkrankung ist die Wanderröte, die in der Regel um die Bissstelle (richtig: Stichstelle) ausgebildet wird und anschließend an eine andere Stelle wandern kann. Die Wanderröte gleicht optisch oft einer Zielscheibe mit einem roten Punkt in der Mitte und einem Ring der sich um diesen Punkt ausbildet.

  • Die häufigsten Borreliose Symptome:
  • Wanderröte (Erythema Migrans)
  • Benommenheit
  • Schwindelgefühl
  • chronische Müdigkeit und Erschöpfung
  • Körperlicher und / oder geistiger Leistungsverlust
  • innere Unruhe
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • KonzentrationsstörunGedächtnisstörung
  • Gelenk-, Muskel- und Sehnenschmerzen
  • Nackenschmerzen (HWS-Syndrom)
  • Muskelschmerzen
  • Grippeähnliche Symptome: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen
  • Ohrenpfeifen
  • angeschwollene Lymphknoten
  • Rückenschmerzen (LWS-Syndrom)
  • Kaffee- und Alkoholunverträglichkeit
  • Sehstörungen (verschwommenes sehen)
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Depressionen
  • Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • kalte Füße und Hände
  • nächtliches schwitzen
  • Hitzewallungen

Wanderröte – das bekannteste Symptom der Borreliose

Die Wanderröte (Erythma Migrans) ist ein deutliches Symptom der Borreliose. Die Wanderröte ist gehört zu den wenigen Beweisen der Borreliose, jedoch kommt diese nicht bei jedem Patienten vor. In manchen Quellen wird von ca. 50%, in anderen zwischen 70% und 80% des Vorkommens bei erkrankten Personen gesprochen. In den Fällen, in denen die Wanderröte vorkommt, bildet sich zunächst ein roter Punkt um die Bissstelle herum. Dieser vergrößert sich über einen Zeitraum von Tagen oder Wochen zu einem runden, ovalen oder dreieckigen Hautausschlag.

In manchen Fällen erinnert der Hautausschlag an eine Zielscheibe, da er aus einem roten Punkt und einem umgebenden roten Ring besteht, der eine ausschlagfreie Fläche einkreist. Dieser Ausschlag, der die Größe einer 5 Cent Münze bis zu der Größe eines gesamten Rückens einer Person haben kann, erscheint in der Zeit zwischen 3 Tagen und mehreren Wochen nach dem Zeckenbiss (richtig:Zeckenstich)in der Regel an der Stichstelle. Bei der Ausbreitung der Infektion können solche Hautausschläge an mehreren Stellen auftreten.

Die Wanderröte kommt nicht bei jedem infizierten vor. Deshalb gibt es keinen Grund zur Entwarnung, wenn man nach einem Zeckenbiss keine Wanderröte vorfindet. Im Gegensatz dazu bedeutet es nicht, dass wenn man von einer Zecke gestochen wird, man automatisch mit Borreliose infiziert wird.

Zecken übertragen nicht nur Borreliose

Borreliose ist nur eine Krankheit, die Zecken übertragen. Es ist auch möglich, dass mehrere Krankheiten gleichzeitig übertragen werden. Zu den weiteren Krankheiten, die Zecken übertragen können, gehören:

  • Babesiose
  • Ehrlichiose
  • Fleckfieber (Rickettsiose)
  • Krim-Kongo-Fieber
  • Colorado-Zeckenfieber
  • Ehrlichiose (weitere Formen)
  • Heartwater
  • Indische Waldkrankheit
  • Q-Fieber
  • Rocky Mountain Fleckfieber
  • Südafrikanisches Fleckfieber
  • Tularämie
  • Zecken-Rückfallfieber

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Borreliose besser verstehen